Verkleinerung vs. Verkleinerung der Bürofläche: Warum eine einfache Verkleinerung nicht ausreicht

Michaela Novotná, 11. 2. 2026

Interieur

Das Wort Downsizing – also die Verkleinerung von Büroflächen als Mittel zur Kosteneinsparung und zur Anpassung an hybrides Arbeiten– wird in der Unternehmensführung und unter Immobilienberatern oft in den Mund genommen. Viele Unternehmen haben darauf reagiert, indem sie ihre Büroflächen verkleinert haben, manchmal sogar um 30-50% gegenüber dem Niveau vor der Pandemie.

Eine Verkleinerung des Raums allein löst oft nicht den Kern des Problems: Sie entspricht nicht der tatsächlichen Funktionsweise des Unternehmens, der Raumnutzung oder seiner künftigen Entwicklungsstrategie. Was sich als effektiverer Ansatz erweist, ist Rightsizing – also die strategische Ausrichtung der Größe und des Layouts des Büros auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Unternehmens.

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Downsizing: Ursache und Wirkung

Verkleinerungen sind meist eine Reaktion auf Home-Office, leere Büros oder auch Kostendruck. Unternehmen versuchen, die Fixkosten für Miete, Energie und Bürobetrieb zu senken – was angesichts der heutigen hohen Mieten und Energiepreise verständlich ist.

Die Entscheidung, den Bereich nach dem alten Modell von 5 Tagen vor Ort von 9 bis 17 Uhr zu verkleinern, berücksichtigt dies jedoch nicht:

  • die tatsächliche Belegung der Räumlichkeiten
  • die Arten von Aktivitäten, die heute im Büro stattfinden
  • der Bedarf an neuen Arten von Räumen für neue Arbeitsweisen

Das Ergebnis einer Verkleinerung kann ein überfülltes Büro sein, in dem die Räume für Besprechungen, konzentriertes Arbeiten und Zusammenarbeit nicht richtig gestaltet sind.

Rightsizing: Strategische Ausrichtung

Rightsizing bedeutet im Prinzip, den Raum so einzurichten, dass er den tatsächlichen Arbeitsmustern, Prozessen und der Unternehmensstrategie entspricht. Bei diesem Ansatz geht es nicht nur darum, den Raum zu verkleinern, sondern ihn zu optimieren, auch wann:

  • die Fläche ändert sich nicht, aber die Anordnung der Zonen innerhalb der Fläche ändert sich
  • das Büro zieht an einen geeigneteren Standort um
  • Funktionsräume für wichtige Aktivitäten erhalten bleiben

Studien von Immobilienberatern zufolge passen viele Unternehmen ihr Portfolio an, anstatt es einfach zu verkleinern – das Ziel sind anpassungsfähige und flexible Büroräume, nicht nur ein kleineres Büro.

Raumplanung als effektives Werkzeug

Ein praktisches Modell des Rightsizing-Designs könnte wie folgt aussehen:

  1. Analyse der Büronutzung – Sammlung von Daten über die Belegung, die Aktivitäten und die Art der Arbeitstage.
  2. Definieren Sie die Bedürfnisse der Mitarbeiter in der gesamten Hierarchie – identifizieren Sie die wichtigsten Arbeitsmethoden (kreative Zusammenarbeit, stilles Arbeiten, Meetings).
  3. Zonengestaltung und Testanpassung – Visualisierung, Testen von Planvarianten.

Eine Verkleinerung bringt zwar oft kurzfristige Einsparungen, geht aber nicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Unternehmens ein und kann zu einer ineffizienten Raumnutzung führen. Rightsizing hingegen ist ein ganzheitlicher und strategischer Ansatz – basierend auf Daten, Effizienz und der zukünftigen Strategie des Unternehmens.

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