About project
Das vorgeschlagene Wohnensemble liegt an einer einzigartigen Schnittstelle zwischen der städtischen Struktur und dem Malešicer Wald, etwa zwanzig Minuten vom Zentrum Prags entfernt. Der Standort verbindet gute Verkehrsanbindung und Nähe zur städtischen Infrastruktur mit Ruhe, Erholungspotenzial und unmittelbarem Kontakt zur Landschaft. Genau diese Dualität zwischen der Intensität der Stadt und der Atmosphäre des Waldes wurde zum Ausgangspunkt des Entwurfs – der Wald wird nicht als Kulisse verstanden, sondern als aktiver Bestandteil des Alltags der künftigen Bewohner.
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Klient
JRD Real Estate
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Jahr
2026
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Lokalität
Praha 10, Malešice
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Größe
31 700 m2
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Autoren
Ján Antal
Ján Juráš
Martin Křivánek
Kristýna Blažíčková
Tomáš Kodet
Ondřej Sejkora -
Visualisierung
perspektiv, Ján M. Púčik
Red Fox Studio
Alles
Die städtebauliche Struktur vermeidet eine scharfe Grenze zwischen Bebauung und Natur und arbeitet stattdessen mit ihrer gegenseitigen Durchdringung: Ein Ensemble freistehender Häuser, in das Waldumfeld eingebettet, lässt die Landschaft in das Gebiet hineinfließen. Zur Marciho-Straße definieren die Häuser eine klar ablesbare städtische Straßenfront, zum Wald hin löst sich die Struktur allmählich auf und geht weich in die Landschaft über.
Zwischen den Gebäuden entstehen Waldlichtungen, Aufenthaltsorte und Fußwege, die den Malešicer Wald mit dem Malešicer Park verbinden. Die Ost-West-Ausrichtung der Häuser minimiert nach Norden orientierte Wohnungen, und ein variabler Wohnungsmix von 403 Einheiten mit überwiegend kleineren Wohnungen unterstützt bezahlbares Wohnen und die langfristige Anpassungsfähigkeit der Grundrisse.
Ergänzt wird das Ensemble durch ein Mehrzweckgebäude und ein Mietwohnhaus, die eine städtische Kante zu den umliegenden Straßen bilden und das lokale Angebot an Dienstleistungen erweitern. Blau-grüne Infrastruktur, eine nach Waldschichten gestaffelte Bepflanzung und energieeffiziente Technologien bilden ein zusammenhängendes System. Das Ergebnis ist ein Wohnumfeld, das den Komfort städtischen Wohnens mit dem natürlichen Rhythmus des Waldes vereint.
Wohnen zwischen Stadt und Wald
Die Grundidee des Projekts Malešice ist das Wohnen an der Schwelle zwischen Stadt und Wald. Den Malešicer Wald verstehen wir als zentralen Wert des Gebiets und als Ausgangspunkt des Entwurfs. Das Ensemble freistehender Häuser ist deshalb in eine lockere Struktur zwischen Waldlichtungen eingebettet und durch ein System aus Wegen, Aufenthaltsorten und Gemeinschaftsräumen verbunden. Die Häuser entlang des Umfangs definieren eine klare städtebauliche Kante: Zur Marciho-Straße schaffen sie städtischen Charakter und eine ablesbare Straßenfront, zum Wald hin löst sich die Struktur auf und geht weich in die Landschaft über. Fußwegverbindungen zwischen den Häusern verknüpfen den Malešicer Wald mit dem Malešicer Park und fördern die natürliche Durchlässigkeit des gesamten Gebiets.
Wald als Inspiration und Infrastruktur
Der Wald ist das grundlegende Bild des Entwurfs – nicht als wörtliche Nachahmung der Natur, sondern als eine Art des Wohnens inmitten von Grün. Der öffentliche Raum ist geschichtet wie ein Wald: von Bodendeckern über Sträucher und Mehrstämmige bis zu ausgewachsenen Eichen und Tannen. Die blau-grüne Infrastruktur verbindet das Grün mit dem Regenwassermanagement – befestigte Flächen entwässern in Regenbeete, das Wasser wird zurückgehalten, versickert und zur Bewässerung wiederverwendet. So bleibt das Wasser im Gebiet und hält Wald und Park das ganze Jahr über in gutem Zustand.
Gemeinschaft und Architektur in der Zeit
Die Hierarchie des öffentlichen Raums folgt dem Prinzip einer Pyramide der Sozialisation: Alles öffentlich Zugängliche liegt auf gewachsenem Boden, halbprivate Gemeinschaftslichtungen mit Gärten liegen einen Meter höher, und an der Spitze steht die Wohnung selbst. Ein Eingangsplatz, Gemeinschaftslichtungen und ein Herz der Gemeinschaft mit Grillplatz und Hochbeeten bilden ein Netz alltäglicher Begegnungsorte. Die Architektur basiert auf einem gestaffelt zurückspringenden Grundriss mit hohem Anteil an Eckwohnungen; die vertikal gegliederte Fassade aus weißem Putz und erdig getönter Ziegelverkleidung abstrahiert den Rhythmus der Baumstämme. Mit dem Wachstum der Vegetation wird das Haus allmählich zu einem natürlichen Teil des Waldes.