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Ein Ort der Begegnung dreier Welten im Hoppegarten Grundschule

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Gemeinde Hoppegarten

Hoppegarten, Deutschland (Brandenburg)

About project

Hoppegarten – wir stehen an der Neuer Honower Straße. Auf der einen Seite eine Industriezone, auf der anderen ein Dorf und dahinter die offene Landschaft. Drei verschiedene Welten treffen hier aufeinander, sprechen aber noch nicht miteinander. Hinter uns liegt die bestehende Schule, die während der Bauzeit weiterlaufen muss. Wir suchen das Grundstück für die neue Peter Joseph Lenné Grundschule und finden einen langen Streifen entlang der Straße – eine Kante, an die sich anknüpfen lässt – und dahinter einen ruhigen Innenbereich mit Sportanlagen und alten Bäumen, der ein stiller Schulcampus bleiben soll.

Wir entwerfen ein klares, längliches Gebäude, das das Gelände in eine urbane Straße und einen ruhigen Schulcampus unterteilt. Das Grundvolumen wird nach Funktionen gegliedert – Cluster, Hort und Sporthalle – und die gestaffelten Volumen schaffen helle, übersichtliche Innenräume und großzügige Gemeinschaftsflächen. Das Thema der Straße setzt sich im Inneren als Hauptachse zwischen den einzelnen Clustern fort. Die Schule ist nicht nur ein Gebäude für Schüler und Lehrer, sondern ein Ort der natürlichen Integration, der städtische und ländliche Struktur vereint, die Gemeinschaft stärkt und eine sichere und inspirierende Umgebung für alle schafft.

  • Klient

    Gemeinde Hoppegarten

  • Jahr

    2026

  • Lokalität

    Hoppegarten, Deutschland (Brandenburg)

  • Größe

    11 700 m2

  • Autoren

    Ján Antal
    Martin Křivánek
    Silvia Snopková
    Barbora Kuciaková

  • Visualisierung

    perspektiv, Ján M. Púčik

Alles

Architektonisch-städtebauliche Lösung

Die neue Schule liegt an der Schnittstelle zwischen einer Industriezone, einem Dorf und einer Landschaft und schafft einen Knotenpunkt, der diese unterschiedlichen Umgebungen verbindet. Das Gebäude nutzt das Grundstück entlang der Neuer Honower Straße optimal – durch seine Form und den gestalteten Erdgeschossbereich wertet es die Straße auf und wird zu einem bedeutenden städtebaulichen Element. Das klare, längliche Volumen unterteilt das Gelände in eine urbane Straße und einen ruhigen Schulcampus und ist nach Funktionen gegliedert: Cluster, Hort und Sporthalle sind von außen wie von innen ablesbar und ermöglichen eine intuitive Orientierung. Die gestaffelten Volumen schaffen helle Innenräume mit maximaler natürlicher Belichtung und großzügige Gemeinschaftsflächen. Das Thema der Straße setzt sich im Inneren als Hauptachse zwischen den Clustern fort. Die strategische Platzierung hält den Betrieb der bestehenden Schule während der gesamten Bauzeit ungestört. So wird die Schule zu einem lebendigen Ort der Bildung für Hoppegarten und seine Umgebung.

Foyer und Vorplatz – der zentrale Eingangsbereich der Schule

Das zentrale Foyer im Erdgeschoss ist der Hauptknotenpunkt der Schule und sowohl von der Neuer Honower Straße als auch von der Von-Canstein Straße zugänglich. Hier treffen Schüler per Fahrrad aus dem Dorf oder per Bus und Auto von der Hauptstraße aufeinander. Das Foyer ist direkt mit einer multifunktionalen Aula/Mensa mit Außenbereich für Pausen im Freien verbunden sowie mit Verwaltung, Lehrerzimmer, sozialen und therapeutischen Einrichtungen und dem Hort. Auch die Turnhalle ist direkt vom Foyer erreichbar, während Hort und Sportbereich zusätzlich von außen zugänglich sind und außerhalb der Schulzeit der Öffentlichkeit dienen können.

Funktionale und räumliche Organisation

Im ersten Obergeschoss befinden sich vier Schulcluster. Die jüngeren Schüler (Cluster 1 und 2) haben direkten Zugang zum begrünten Dach des Horts, wo sie sicher im Freien spielen können. Das zweite Obergeschoss beherbergt die Cluster der höheren Jahrgangsstufen (Klasse 5 und 6) sowie spezialisierte Unterrichtsräume; über der Sporthalle liegt ein Gymnastiksaal. Clustergrößen unter 600 m² und Rettungsweglängen unter 25 m erfüllen die Anforderungen des Brandschutzes. Das Verkehrskonzept basiert auf der Anbindung an die Neuer Honower Straße: Eine Zufahrt führt zu einem Kiss-and-Ride-Parkplatz nahe dem Haupteingang mit geplanter Bushaltestelle, sodass die Schüler einen sicheren Fußweg ohne Straßenüberquerung haben.

Konstruktion und Materialität

Das Untergeschoss ist als Kombination aus einem vorgefertigten Skelettsystem und WU-Beton ausgeführt. Die oberirdische Konstruktion folgt der funktionalen Raumaufteilung: Die linearen Baukörper bestehen aus verleimten CLT-Profilen in einem orthogonalen Raster von 3 × 1,5 Metern. Die Grundeinheit ist das Stammklassenzimmer aus drei Modulen mit 3 Metern Achsabstand. Die Fassade folgt demselben Modul, und die Kassettendecken aus Holz bleiben im Innenraum sichtbar – sie verleihen der Schule einen warmen, einladenden Charakter.

Landschaft, Energie und Technologie

Das Vegetationskonzept ist integraler Bestandteil des Entwurfs. Die Bepflanzung der Zwischenräume und Atrien bietet Erholungsbereiche für das Personal und beruhigende Ausblicke ins Grüne; Baumgruppen in den Atrien spenden Schatten und definieren den Raum. Die Pflanzungen bestehen aus vorgezogenen, ausgewachsenen Gehölzen sowie Moos- und Krautschichten; die Flächen an den Atrien und auf den zugänglichen Dächern vermitteln den Eindruck einer blühenden Wiese und sind weitgehend selbstregulierend und wartungsarm. Auf den Dächern erzeugt eine PVT-Anlage Strom und Wärme; Überschüsse werden in Batteriespeichern und einem Quellspeicher gespeichert. Geothermische Bodenkollektoren unter den neuen Bodenplatten dienen als weitere Wärmequelle, und eine Regenwassernutzungsanlage spart einen großen Teil des Trinkwassers.

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