Die Gesamtkosten für den technologischen Teil des Projekts beliefen sich auf 176 Millionen CZK für die konventionelle Variante. Die Low-Tech-Variante arbeitet mit einem Betrag von 76 Mio. CZK, was einer durchschnittlichen Senkung der Technologiekosten um 50% entspricht.
Die größten Unterschiede gab es bei den gesundheitlichen und technischen Anlagen, wo die Kosten von 23,3 Mio. CZK auf 4,8 Mio. CZK (-73%) sanken, und bei den Klimaanlagen, die von 40,7 Mio. CZK auf 8,8 Mio. CZK (-72%) fielen. Bei den Lüftungs-, Heizungs- und Kühlungsanlagen beträgt die Differenz fast 32 Millionen CZK (von 50,5 Millionen CZK auf 18,8 Millionen CZK), d.h. -34%. Die Strom- und Schwachstromverteilungsanlagen sind von 61,8 Millionen CZK auf 43,6 Millionen CZK (-20%) gesunken. Die Daten bestätigen, dass das architektonische Konzept den Umfang und den Preis der gebäudetechnischen Ausstattung grundlegend beeinflusst.
„Low-Tech bedeutet nicht, auf Komfort oder Raumluftqualität zu verzichten. Es geht um intelligentes Design, das passive Prinzipien nutzt – die Ausrichtung nach den Himmelsrichtungen, die Arbeit mit Schatten, natürliche Belüftung oder die Optimierung der Brandgestaltung. Wenn die Architektur von sich aus funktioniert, braucht sie nicht so viele unterstützende Technologien. sagt Markéta Pavlunová, Leiterin der Architekturabteilung von Studio Perspektiv.
Das Prinzip der Low-Tech-Architektur basiert auf Einfachheit, Widerstandsfähigkeit und langfristiger betrieblicher Nachhaltigkeit. Weniger Technologie bedeutet nicht nur eine geringere Investition in die Implementierung, sondern auch weniger Anforderungen an Service, Wartung und zukünftige Erneuerung der Ausrüstung. In der Umgebung von öffentlichen Gebäuden, Schulen oder Bürogebäuden kann dies einen erheblichen Unterschied für das langfristige Budget eines Betreibers ausmachen. Die praktische Erfahrung zeigt, dass komplexe technische Systeme in den ersten Jahren ohne größere Probleme funktionieren können, aber ohne regelmäßige Wartung und professionelles Management nach zehn oder fünfzehn Jahren zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden.
„Technologie ist ein wichtiger Bestandteil von Gebäuden, aber sie sollte die Qualität der architektonischen Gestaltung nicht ersetzen. Wenn Sie ein Gebäude so entwerfen, dass Licht, Wärme und Luft auf natürliche Weise reguliert werden, kann die Investition in komplexe Systeme deutlich geringer ausfallen. Und damit auch die zukünftigen Kosten für deren Wartung. Low-Tech ist eine bewusste Entscheidung für wirtschaftliche und ökologische Verantwortung. fügt Ján Antal, Gründer von Perspektiv Studio, hinzu.
Die Ergebnisse des Vergleichs bestätigen, dass die Entscheidung über das Niveau der technologischen Ausstattung eines Gebäudes nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Investitionsbudgets, sondern auch unter dem Gesichtspunkt des gesamten Lebenszyklus des Gebäudes entscheidend ist. Low-Tech-Architektur ist also kein Rückschritt, sondern eine Strategie, die wirtschaftliche Rationalität mit Nachhaltigkeit und langfristiger Funktionalität verbindet.
Anhang 1: Tabelle zum Vergleich der technologischen Investitionen in Projekte der gleichen Typologie
| Technologie | Konventionelle Lösungen (Mio. CZK) | Low-tech Lösungen (Mio. CZK) | Differenz (Mio. CZK) | Einsparungen (%) |
| Gesundheitstechnische Einrichtungen (HTI) | 23,3 | 4,8 | 18,5 | 73 % |
| Klimatisierung (HVAC) | 40,7 | 8,7 | 32 | 72 % |
| Belüftung, Heizung, Kühlung | 50,5 | 18,8 | 31,7 | 34 % |
| Leistungs- und Schwachstromverkabelung | 61,8 | 43,6 | 18,2 | 20 % |
| Technologie insgesamt | 176,3 | 75,9 | 100,4 | 50% (Durchschnitt) |