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Bazaly Stadion Ostrava

Statutarische Stadt Ostrava

Ostrau, Tschechische Republik

About project

Unser Stadiondesign, das in Zusammenarbeit mit dem Studio OFIS ARCHITEKTEN bringt ein neues urbanes Zentrum hervor, das die Komenský sady auf natürliche Weise mit dem Zentrum von Ostrava verbindet. Das Stadion ist keine Barriere, sondern Teil des Parks – der öffentliche Raum fließt frei durch das Gebiet und verbindet sich mit bestehenden Fußgängerwegen und grüner Infrastruktur.

Die transparente Architektur fördert den visuellen Kontakt mit der Umgebung und öffnet das Stadion auch an spielfreien Tagen für die Öffentlichkeit. Anstelle eines reinen Sportgebäudes entsteht ein multifunktionaler urbaner Knotenpunkt: ein Raum für Begegnungen, Kultur, Freizeitaktivitäten und das tägliche Leben.

Die Stärkung der Durchlässigkeit für Fußgänger und Radfahrer in Richtung der Českobratrská Straße wird durch neue Wohnbereiche und sichere, klare Zugänge von allen Seiten ergänzt. Eine gut durchdachte Verkehrslösung sorgt dafür, dass die Verkehrsintensität die Umgebung nicht erdrückt.

Das Stadion wird so zu einem neuen Wahrzeichen von Ostrava – offen, zugänglich und verbunden mit der Stadt und der Gemeinschaft, die dort leben wird.

  • Klient

    Statutarische Stadt Ostrava

  • Jahr

    2025

  • Lokalität

    Ostrau, Tschechische Republik

  • Mitautoren

    OFIS ARHITEKTI
    Rok Oman
    Špela Videčnik
    Rok Dolinšek
    Deniz Itak
    Janez Martinčič
    Mia Konjikušić
    Andrej Gregorič
    Matej Krajnc
    Gregor Porš
    Anamarija Verlič

  • Visualisierung

    Ján Martin Púčik
    PLAYTIME

  • Landschaft

    Libuša Rybanská

  • Architektur

    Ján Antal
    Martin Křivánek
    Jakub Longauer
    Matyáš Ott

  • Modell

    anyscale

Alles

URBANES ZENTRUM FÜR FANS UND EINWOHNER

Das neue Bazaly wird nicht als solitäres Bauwerk errichtet, sondern als natürlicher Teil der Stadt. Die öffentlichen Räume sind nahtlos mit den umliegenden Straßen, Grünflächen und der Verkehrsinfrastruktur verbunden und bieten eine bequeme Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Fußgängerwege. Das Stadion wird so zu einem offenen und zugänglichen Ort für alle Einwohner und Besucher von Ostrava – nicht nur für Fußballfans.

Der städtebauliche Entwurf basiert auf dem Charakter des Geländes, das von Westen nach Osten abfällt. Das Relief bestimmt die interne Organisation des Stadions und die Anordnung der Eingangsbereiche, die eine klare und sichere Trennung der einzelnen Nutzergruppen – Heim- und Auswärtsfans, Spieler, Medien oder VIP-Gäste – schafft. Die Eingänge rund um das Stadion reagieren auf die Höhenunterschiede und passen sich natürlich der Umgebung an. Die Plätze rund um das Stadion laden gegebenenfalls zu spontanen Interaktionen ein, während gleichzeitig eine sichere Trennung der verschiedenen Besucherströme gewährleistet ist.

Die Tradition wird bei der Positionierung der Sektoren beibehalten: Die Heimfans befinden sich weiterhin auf der Nordtribüne, die Auswärtsfans im Süden. Die Osttribüne ist dem Gelände angepasst, was einen wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Ansatz für den Bau darstellt.

Der wichtigste öffentliche Raum ist der Platz an der Südwestecke, der als täglicher Treffpunkt und als Raum für Feiern und Fan-Rituale fungiert. Der Platz hat einen direkten Zugang zum Stadionmuseum und zum Biergarten, wodurch die Verbindung zwischen dem Verein, den Fans und der Stadt gestärkt wird.

Ostrava zeichnet sich seit langem durch eine industrielle Tradition aus, die ihre Wurzeln im Kohlebergbau und in der Stahlerzeugung hat und die nicht nur die lokale Identität, sondern auch das Gesicht Europas geprägt hat. Das neue Bazaly vergisst diese Geschichte nicht, denn das Hauptbaumaterial ist Stahl, der auf das industrielle Erbe der Vítkovicer Hütte verweist und so die Verbindung zwischen dem Neuen und dem Vertrauten bewahrt.

Die vorgeschlagene Lösung stärkt die Fußballtradition von Baník und definiert das Stadion gleichzeitig als modernes kulturelles und gesellschaftliches Zentrum von Ostrava neu – offen, vernetzt und tief in der Identität der Stadt verwurzelt.

INTELLIGENTER TRANSPORT FÜR GROSSE SPIELE UND DEN TÄGLICHEN VERKEHR

Die Verkehrslösung des Stadions basiert auf der bestehenden Infrastruktur und baut sie gleichzeitig für die Bedürfnisse großer Sport- und Kulturveranstaltungen aus. Die Hauptverbindung wird von der Českobratrská Straße geführt, die in dem betreffenden Abschnitt von einer vierspurigen zu einer zweispurigen Straße umgebaut wird. Der freigewordene Platz ermöglicht einen direkten Zugang zur Tiefgarage, die Einrichtung eines einspurigen Kreisverkehrs und den Anbau von Servicebereichen für das Stadion.

Die Verringerung der Anzahl der Fahrspuren hat keine negativen Auswirkungen auf die Kapazität – das Verkehrsaufkommen wird nach den neuesten Zählungen vollständig durch das standardmäßige zweispurige Stadtprofil abgedeckt. Die Tiefgaragen bieten 451 Parkplätze, ergänzt durch spezielle Parkplätze für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und für den Bedarf der Sicherheitskräfte. Ebenerdig befinden sich Parkplätze für Spieler, Schiedsrichter und Spielorganisatoren sowie technische Einrichtungen für die Pflege des Spielfelds.

Die sichere Trennung der einzelnen Verkehrsströme wird durch einen neuen Kreisverkehr an der Kreuzung der Českobratrská und Bukovanského Straße gewährleistet, der es ermöglicht, die Fahrzeuge direkt zur Tiefgarage zu leiten. Separate Ausstiegszonen entlang des Stadions dienen Bussen, Taxis, Mitfahrgelegenheiten und Besuchern mit Behinderungen, ohne die Fußgängerströme der Fans zu beeinträchtigen.

Besucher, die öffentliche Verkehrsmittel benutzen, steigen auf der Westseite des Stadions aus, die direkt mit dem Stadtzentrum verbunden ist. Von dort aus können sie weiter zu den Haupteingängen oder zum South West City Plaza als natürlichem Treffpunkt gehen.

Die Sicherheit in Notsituationen ist klar geregelt: Die Eingänge für Rettungsfahrzeuge befinden sich in der Nähe der Haupteinstiegsbereiche, der direkte Zugang zum Spielfeld erfolgt vom Spielertunnel aus und auf allen Seiten des Stadions befinden sich Fluchtwege. Die Tiefgaragen sind mit Fluchttreppen ausgestattet, die direkt in sichere Außenbereiche führen.

Die Verkehrsinfrastruktur ermöglicht somit einen reibungslosen Betrieb an normalen Tagen und volle Kapazität bei Großveranstaltungen – mit dem Schwerpunkt auf Sicherheit, Benutzerkomfort und minimaler Belastung der städtischen Umwelt.

OFFENE ARCHITEKTUR FÜR DIE STADT

Die architektonische Gestaltung des Stadions reagiert auf die natürliche Neigung des Geländes, die es dem Gebäude ermöglicht, sich in Richtung Südwesten über mehrere Etagen zu erheben und alle Funktionen effizient zu organisieren. Der Platz im Südwesten bildet den Haupteingangsbereich und ist ein lebendiger Treffpunkt an Spieltagen und während des normalen Betriebs.

In den unteren Etagen befinden sich technische und betriebliche Einrichtungen, ein Museum, ein Fanshop und eine Bar, die direkt von der Plaza aus zugänglich sind und unabhängig vom Spielbetrieb funktionieren. Die Trainingseinrichtungen sind mit den Sport- und Gesundheitseinrichtungen für die A-Mannschaft und die Jugend verbunden.

Die Zuschauer betreten die Tribünen von höheren Ebenen aus, wobei eine klare und sichere Trennung zwischen Heim- und Auswärtsfans gewährleistet ist. Die öffentlichen Bereiche werden durch eine Business-Lounge, Skyboxen und einen Biergarten auf dem Dach mit Blick auf Ostrava und die Umgebung ergänzt.

DAS STÄHLERNE HERZ VON OSTRAVA: MATERIALIEN FÜR ZUKÜNFTIGE GENERATIONEN

Das Hauptmaterial ist Stahl, der auf die industrielle Tradition der Stadt verweist, und bildet die tragende Struktur, die Fassade und das Dach des Stadions. Die transparente ETFE-Überdachung der Tribünen lässt Licht herein, ermöglicht eine natürliche Belüftung und erzeugt nachts einen subtilen Lichteffekt. Die geschlossenen Teile sind als modulare, energieeffiziente Räume konzipiert.

Das Ergebnis ist eine Architektur, die Offenheit, Funktionalität und langfristige Nachhaltigkeit vereint – ein Stadion, das fest in der Identität von Ostrava verwurzelt und bereit für die Zukunft ist.

LEICHTE STAHLKONSTRUKTION, DIE AUS DEM BODEN WÄCHST

Das Design des Stadions basiert auf dem natürlichen Terrain und dem Bestreben, ein leichtes, offenes und nachhaltiges Gebäude zu schaffen. Die unteren Etagen bestehen aus einem Stahlbetonsockel, der für Stabilität sorgt, während die oberirdischen Teile aus einem Stahlsystem aus Tribünen und Dach bestehen, das der Struktur ein luftiges und transparentes Gefühl verleiht.

Die tragende Struktur besteht aus einer Kombination von Stahlbetontribünen und schrägen Stahlsäulen, die die Last des Daches abtragen und gleichzeitig den Widerstand gegen Wind und seismische Belastungen unterstützen. Die Form des Stadions respektiert die Bewegung des Bodens. Der architektonische Ausdruck steht also in direktem Zusammenhang mit dem strukturellen Entwurf.

Die Materiallösung erfüllt sowohl ästhetische als auch technische Anforderungen: Beton bietet Feuerbeständigkeit und akustischen Komfort, während Stahl ein geringeres Gewicht, lange Spannweiten und eine effiziente Installation ermöglicht. Das Design reduziert auch den Materialverbrauch und begünstigt lokale Quellen.

Angesichts der variablen geologischen Bedingungen des ehemaligen Steinbruchs wird eine Pilotgründung in Betracht gezogen, die durch weitere geotechnische Untersuchungen in einer späteren Phase des Projekts unterstützt wird. Die statische Analyse wird im SOFiSTiK-System durchgeführt und das Bauwerk wird in Übereinstimmung mit den Eurocodes für eine Mindestlebensdauer von 50 Jahren ausgelegt.

Die leichte Stahlkonstruktion in Kombination mit der ETFE-Dacheindeckung sorgt für eine natürliche Belüftung und einen visuellen Kontakt mit der Skyline von Ostrava.

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