Wir schlagen Verkehrsterminals und Bahnhöfe als Schlüsselpunkte für die Bewegung in der Stadt vor – Räume, die Teile des Territoriums miteinander verbinden, die Orientierung stärken und den alltäglichen Transit kultivieren. Unserer Ansicht nach darf die Architektur von Terminals nicht nur technische Infrastruktur sein, sondern muss auch eine urbane und soziale Funktion erfüllen. Wir arbeiten mit einem logischen Betriebsschema, einem Schwerpunkt auf dem städtischen Kontext und einer klaren räumlichen Hierarchie.
Bahnhöfe und Verkehrsterminals als Teil der städtischen Identität
Die Verkehrsknotenpunkte von heute sind viel mehr als nur Umsteigepunkte. Sie werden zu einem Teil des städtischen Gefüges und prägen die alltägliche Erfahrung der Bewohner und Besucher. Bei ihrer Gestaltung achten wir daher darauf, dass die Architektur der Terminals einen natürlichen Bezug zum Charakter der Stadt hat, sei es durch Materialien, Morphologie oder den öffentlichen Raum. Bahnhöfe und Verkehrsterminals sind somit keine isolierten Objekte, sondern natürliche Erweiterungen der Straßen und Plätze der Stadt.
Funktionale Logik und intuitive Orientierung
Die Grundlage eines guten Terminals ist eine klare und transparente Struktur. Unsere Architekten konzentrieren sich auf die Schaffung eines logischen Betriebsschemas, das es den Passagieren ermöglicht, sich intuitiv und ohne unnötige Zwischenstopps oder Orientierungsverluste zu bewegen. Dazu gehört nicht nur die optimale Platzierung von Bahnsteigen, Wartebereichen und Geschäftsflächen, sondern auch eine durchdachte Navigation und visuelle Orientierungspunkte. Gut gestaltete Bahnhöfe und Verkehrsterminals minimieren den Reisestress und tragen zur Flüssigkeit der städtischen Bewegung bei.
Verbindung von technischer Infrastruktur und öffentlichem Raum
Ein moderner Terminal ist nicht nur ein technisches Gebäude. Er sollte ein Ort sein, an dem öffentliche Verkehrsmittel auf das tägliche Leben treffen. Deshalb arbeiten wir mit dem umgebenden öffentlichen Raum zusammen und sorgen für seine aktive Anbindung an die Stadt. Das bedeutet offene Eingänge, ein zugänglicher Platz vor dem Gebäude, Einrichtungen für Radfahrer oder eine gute Anbindung an die Fußgängerwege der Stadt. Dies macht Bahnhöfe und Verkehrsterminals zu lebendigen Zentren der Bewegung, nicht nur zu Orten des Transits.
Betonung auf Komfort und Benutzerfreundlichkeit
Die hochwertige Architektur der Terminals berücksichtigt die Bedürfnisse aller Nutzer – von Passagieren mit Koffern über Radfahrer bis hin zu Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Bequeme Wartebereiche, großzügige Sitzgelegenheiten, natürliches Tageslicht, akustischer Komfort und barrierefreie Lösungen sind für uns eine Selbstverständlichkeit. Wir gestalten Bahnhöfe und Verkehrsterminals so, dass sie nicht nur beim Warten, sondern auch beim schnellen Durchqueren eine angenehme Umgebung bieten.
Nachhaltigkeit und langfristiger Wert
In Zeiten der Klimakrise ist es wichtig, dass neue Verkehrsstrukturen energieeffizient, widerstandsfähig und flexibel sind. Wir beziehen die Prinzipien der Nachhaltigkeit in unsere Entwürfe ein – mit erneuerbaren Energien, hochwertiger Isolierung, natürlichen Materialien und durchdachtem Wassermanagement. Bahnhöfe und Verkehrsterminals müssen so konzipiert sein, dass sie Jahrzehnte überdauern und auf Veränderungen der Verkehrstrends und technologischen Entwicklungen reagieren können.
Soziale Dimension und kultureller Kontext
Verkehrsterminals haben auch eine wichtige symbolische Funktion. Sie sind das Tor zur Stadt und der erste Ort, den Besucher bei ihrer Ankunft wahrnehmen. Aus diesem Grund achten wir auf ihre ästhetische Qualität und ihren kulturellen Wert. Jeder Bahnhof kann die Geschichte eines Ortes transportieren, auf seine Geschichte verweisen und die lokale Identität stärken. Mit diesem Ansatz werden Bahnhöfe und Verkehrsterminals zu stolzen Vertretern der Stadt und nicht zu anonymen Transiträumen.
Ein praktisches Beispiel: Terminal Hranice na Moravě
Der Hochgeschwindigkeitsbahnhof Hranice na Moravě soll ein neuer Stadtbahnhof werden, der den südlichen und den nördlichen Teil der Stadt verbindet und die zukünftige Entwicklung der Stadt unterstützt. Das architektonische Konzept basiert auf einer einfachen, orientierungsmäßig lesbaren Passage, die durch eine großzügige Eingangshalle ergänzt wird. Die Ästhetik des Viadukts knüpft an das kulturelle Erbe des Viadukts an und stärkt die Verbindung zwischen dem Standort und der Identität der Stadt. Das Terminal hat eine Kapazität von fast 10.000 Passagieren pro Tag und ist so konzipiert, dass es je nach gewähltem Verkehrsmittel – vom Fahrrad bis zum Hochgeschwindigkeitszug – ein anderes Erlebnis bietet.
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