About project
Unser Wettbewerbsvorschlag für die Revitalisierung des Platzes der Republik in Pilsen bietet die Möglichkeit, das Alltagsleben durch neue Baumpflanzungen, eine moderne Ausstattung und eine durchdachte Gestaltung, die den historischen Charakter des Platzes und den modernen Brunnen respektiert, neu zu beleben. Das Bepflanzungskonzept basiert auf den Prinzipien der blau-grünen Infrastruktur, die nachhaltige Bedingungen für das Wachstum der Bäume und ihr langfristiges Gedeihen gewährleistet. Der Platz wird somit eine angenehme Umgebung für Entspannung, kulturelle und soziale Veranstaltungen, Märkte und die Unterstützung lokaler Geschäfte und Dienstleistungen bieten. Die vorgeschlagenen Fußgängerzonen am westlichen Rand des Platzes und im Wald verbinden die Fußgängerzonen in dem Gebiet zu einem zusammenhängenden Ganzen und vergrößern gleichzeitig die Fläche des aktiven Erdgeschosses und verbessern die Sicherheit der Fußgänger.
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Klient
Stadt Pilsen
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Jahr
2024
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Lokalität
Pilsen, Platz der Republik
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Autoren
Ján Antal
Martin Stára
Kristýna Stará
Denisa Petreková
Barbora Kuciaková -
Zusammenarbeit
Jiří Krejčiřík
Josef Filip
Alles
Der Platz der Republik befindet sich im Herzen des mittelalterlichen Pilsen, an der Stelle, an die ihn Wenzel II. 1295 verlegen ließ. Früher war er ein wichtiger Handelsknotenpunkt in Westböhmen auf dem Weg von Prag nach Bayern am Zusammenfluss von Mže und Radbuza. Auch heute noch ist es ein wichtiger Knotenpunkt für gesellschaftliche Ereignisse, Bildung, Verwaltung und Verkehr zwischen den Vororten von Pilsen. Nur das Erscheinungsbild hat sich verändert. Der ummauerte Rundgang ist zu einem grünen Wohnstreifen geworden und die Menschen strömen durch die ursprünglichen Tore auf Fußgängerzonen oder vorbeifahrende Fahrzeuge.
Der Platz der Republik ist ein lebendiger Organismus. Es ist ein Ort, an dem die Menschen noch leben und an dem sie vorbeikommen – auf dem Weg nach Hause, zur Arbeit, mit ihren Kindern von der nahe gelegenen Schule, zum Markt oder zum Kaffee mit Freunden. Der derzeitige Zustand des Platzes wird jedoch durch den allmählichen Anstieg der Temperaturen in den Sommermonaten unbewohnbar, und die Menschen fliehen in den Grüngürtel der Obstgärten. Das Mobiliar, die Beleuchtung und die Gestaltung der Parterrebereiche rund um die Gebäude sind veraltet und entsprechen nicht den heutigen Bedürfnissen und Standards. Der Vorschlag zielt darauf ab, die derzeitigen Hindernisse für eine komfortable Nutzung zu beseitigen und gleichzeitig die historischen Qualitäten des Geländes zu bewahren und es so den Bewohnern der Stadt für das tägliche Leben zurückzugeben.
STÄDTEBAULICH-ARCHITEKTONISCHER ENTWURF
STÄDTEBAULICH-ARCHITEKTONISCHER ENTWURF
Was die weiteren Verbindungen in der Umgebung betrifft, so stützen wir den Vorschlag auf vier Säulen:
1. der Entwurf verbindet den Platz physisch mit dem Obstgarten und dem Fluss – für Fußgänger und Radfahrer. Gleichzeitig wiederholt er das Motiv des blau-grünen Rings direkt im Raum des Platzes und verbindet und verankert so die vorhandenen historischen und künstlerischen Elemente im Ganzen.
2. Der Entwurf arbeitet mit dem historischen Prinzip einer diagonalen Anordnung, die die wichtigsten visuellen Verbindungen hervorhebt, die Führung der Oberleitung ermöglicht und gleichzeitig ein funktionales System von blau-grüner Infrastruktur schafft. Dadurch wird der Platz den ganzen Tag und das ganze Jahr über belebt.
3. Der Entwurf sieht ein aktives, nachhaltiges Parterre mit hochwertigen Materialien vor, das Leben in das Zentrum des Platzes bringt und seine tägliche Nutzung unterstützt.
4. Der Platz ist in einen nördlichen und südlichen Wohnteil unterteilt, die Kathedrale ist mit dem Pilsner Bistum verbunden und die zentrale Achse – die die Fußgängerzonen Riegrova-Dřevěná verbindet – wird durch einen Nebelturm ergänzt. Das Ganze wird von stilisierten technischen Elementen wie Lichtmasten eingerahmt, die den Raum vereinheitlichen und ihm Ausdruck verleihen.
MERKMALE, ZONEN DES PLATZES
Der Platz ist auf natürliche Weise unterteilt in einen ruhigeren südlichen Teil für Sitzgelegenheiten, eine nördliche Zone im Schatten der Kathedrale, die für Nachbarschafts- und Kulturveranstaltungen geeignet ist, und eine west-östliche Achse, die die Fußgängerzone mit dem Radweg verbindet. Die Freifläche bleibt flexibel für Märkte, kulturelle Veranstaltungen und Gedenkfeiern. In den Sommermonaten wird er durch ein Bewässerungssystem ergänzt, das das Erlebnis noch verstärkt.
LANDSCHAFTSGESTALTUNG
Die Bepflanzung mit ausgewachsenen Bäumen spendet angenehmen Schatten und sonnige Sitzplätze und verbessert gleichzeitig das Mikroklima auf dem gesamten Platz. Die Bäume werden diagonal gepflanzt, um die Aussicht nicht zu behindern und das rechteckige Muster des Bürgersteigs zu respektieren. Die Artenzusammensetzung wurde im Hinblick auf die städtische Umgebung und die Klarheit des Platzes gewählt – Bäume mit einer schmaleren Krone erscheinen entlang der Straßen, während an Ecken und Eingängen prominentere oder blühende Bäume stehen.
BLAU-GRÜNE INFRASTRUKTUR
Die Begrünung des Platzes ist Teil eines intelligenten Regenwassermanagementsystems. Gepflasterte Flächen werden zu Bäumen mit durchlässigem Substrat oder zu Einlässen entwässert, die an vorhandene Rinnen angeschlossen sind. Das Wasser fließt in ein unterirdisches Rohrsystem und gelangt nur bei extremen Regenfällen in die Kanalisation. Die Lösung umfasst auch einen Bereich für ein Vernebelungssystem, das das Wasser bei starken Regenfällen zurückhält, ohne die Nutzung des Platzes einzuschränken. In Zukunft kann das System durch Speichertanks ergänzt werden.
TRANSPORTLÖSUNGEN
Der Autoverkehr in der Umgebung des Platzes soll zugunsten von Fußgängern und Radfahrern reduziert werden. Der nördliche Teil wird durch einen Umweg über die Veleslavín Straße ersetzt, der südliche Teil kann in Zukunft in die Bezručova Straße verlegt werden. Im Norden bleibt die Möglichkeit des Kurzzeitparkens für Besucher des Rathauses erhalten, wodurch die Fahrbahn näher an den Bürgersteig herangeführt wird. Der östliche Teil bleibt nur an der Kreuzung mit der Wooden Street befahrbar, die als Fußgängerzone oder gemeinsam genutzte Zone dienen kann. Dieser Abschnitt schafft auch Platz für einen Fahrradweg und bewahrt Parkplätze für Besucher des Rathauses.